Monday, November 11, 2013

Tag 15: Nha Trang



Das Wetter ist heute viel schöner als erwartet und als wir dann auch noch erfahren, dass der Taifun nur in sehr abgeschwächter Form und viel weiter nördlich an Land treffen wird, fängt der Tag gut an. Vietnam bleibt von größeren Schäden verschont – wir sind sehr erleichtert und vor allem froh für die Bewohner.



Wir spazieren die Promenade entlang und lassen uns am Strand sonnen. Vom Baden wird, der hohen Wellen wegen, abgeraten - Didi hat jedoch Spaß daran und plantscht in den Wellen… ;-)
 
Nha Trang wirkt für uns wie Palma de Mallorca für Russen. Der Stadtstrand ist gepflegt und die Promenade ganz nett, jedoch reicht ein Tag für uns. 


Das Abendessen ist ein Highlight. Auf einem Tisch-Holzkohlegrill grillen wir uns vorgewürzten  Aal, Riesengarnelen, Tintenfisch und verschiedenes Gemüse, dazu gibt es Reis. 

Saturday, November 9, 2013

Tag 14: Hoi An – Nah Trang



Nach einer schlaflosen Nacht und vielen Internetrecherchen beschließen wir, Hoi An alsbald zu verlassen. Kleider hin oder her. Der Taifun richtete auf den Philippinen bereits beträchtlichen Schaden an und soll auch in Vietnam einer der schlimmsten der letzten Jahrzehnte werden. Das Zentrum des Taifuns soll genau in Hoi An und Umgebung aufs Festland treffen.

Nach 1,5 Stunden geduldigen warten, öffnet um 7:00 Uhr morgens endlich das Reisebüro. Zum Glück bekommen wir für 13 Uhr noch einen Zug nach Nah Trang. Wir buchen noch schnell zwei Hotels – eines für die kommende Nacht und das für die letzte Nacht in Ho Chi Minh. 

Auf der Suche nach Frühstück treffen wir glücklicherweise Lien. Wir erklären ihr unsere Situation. Sie ist verständnisvoll und kontaktiert sofort die Näher, damit wir schön früher zu ersten Anprobe kommen können.
 
Innerhalb von einer Stunde machen wir „Quick-Sightseeing“. Mit den Fahrrädern düsen wir in die Stadt, sehen uns diverse Tempel, alte Häuser und die japanische Brücke an – allerdings nur von außen – die Zeit ist sehr begrenzt. 

 

 

Einige Geschäfte sind heute geschlossen und die japanische Brücke wird mit Brettern verstärkt und die Leute räumen soweit wie möglich alles in die Häuser. Die Dächer werden mit Sandsäcken beschwert und die Strandhotels evakuiert. 

Um 9:45 Uhr sind wir gemeinsam mit den drei deutschen Mädels zur Anprobe bei Lien. Nach und nach treffen unsere Kleidungsstücke ein. Fünf Vietnamesinnen schwirren um uns herum, zupfen die Kleidung zu Recht, zeichnen mit Kreide Änderungen an und ändern Kleinigkeiten bereits vor Ort. 


Für größere Änderungen flitzt eine mit dem Moped davon und kommt kurz darauf mit der geänderten Ware wieder retour. 

Die Drei können ihre Sachen bereits mitnehmen, da sie schon einen Tag früher dran waren als wir. Unsere Stücke schickt uns Lien nach Ho-Chi-Minh nach – hoffentlich funktioniert dies und die Kleidung passt dann auch. Wir sind gespannt, aber zuversichtlich. 

Mit dem Taxi eilen wir zum Bahnhof nach Da Nang. Mit 1,5 Stunden Verspätung fahren wir mit dem Zug los Richtung Nah Trang. 

Wir sind sehr froh, die Stadt noch rechtzeitig verlassen zu können!
 Mit dem Zug kommen wir um 23 Uhr in Nah Trang an und checken in einem feinen Hotel ein. Laut aktuellen Berichten dürfte es Vietnam jetzt doch nicht so schlimm wie befürchtet treffen. Nha Trang dürfte so gut wie verschont bleiben. Jetzt heißt es abwarten und hoffen.

Tag 13: Hoi An



Nach 17 Stunden im Bus erreichen wir Hoi An und machen uns so gleich auf die Suche nach einer Unterkunft. Den Nachmittag verbringen wir bei der netten Schneiderin Lien und geben einige Kleidungsstücke in Auftrag – Sonntag soll es fertig sein. 
Lien lädt uns gemeinsam mit drei deutschen Mädels zum Abendessen ein – es gibt goi cuon (Glücksrollen). Also „Frühlingsrollen“ zum selber machen. Reispapier wird gefüllt mit Salat, Kräutern, gedünstetem Gemüse, gebratenen Schweinefleisch und schon fertigen Frühlingsrollen oder Omelette mit Sojasprossen. Ein wahrer Genuss. 


Mit Cocktail und Bier lassen, wir gemeinsam mit Jana, Chrissi und Carmen, den Abend ausklingen. 



Hauptthema des heutigen Abends: der kommende Taifun „Haiyan“. Die drei entscheiden sich dazu, für den nächsten Tag einen früheren Zug zu buchen. Wir werden noch bleiben, da die Einheimischen nicht gestresst wirken, wir die schöne Stadt noch nicht gesehen haben und außerdem unsere Kleidung noch nicht fertig ist. Im Hotel sollten wir eigentlich auch sicher sein.

Tag 12: Ninh Binh – Hoi An




Früh morgens fahren wir mit dem Scooter nach Tam Coc wo uns eine Vietnamesin ca. 1,5 Stunden durch die „trockene Halong-Bucht“ paddelt. 



Es herrscht noch totale Stille, da wir erst mit dem zweiten Touristenboot des heutigen Tages unterwegs sind. Außer uns sind nur einige Fischer am Wasser. Der Route führt durch drei Höhlen, welche nur auf dem Wasserweg passierbar sind.
 


Auch beim „Bich Dong“-Tempel, der in einer Grotte liegt, sind wir noch vor den Touristenströmen und erklimmen einen kleinen Berg. Von hier oben bietet sich uns eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Hügel, Felder und ein verborgenes, kleines Tal. 



Bei der Höhle im „verborgenen Tal“ erklärt uns ein freundlicher Herr in fließendem Vietnamesisch die Stalaktiten und Stalagmiten. 

Da uns an diesem Tag noch Zeit bleibt, kurven wir nach Van Long und lassen uns wiederum durch die herrliche, unberührte Landschaft paddeln. Total schön und noch ursprünglicher als in Tam Coc. 




Zum Abendessen probieren wir heute Hotpot – eine vietnamesische Spezialität – ähnlich unserem Fondue, jedoch mit Suppe, statt Öl. In der Suppe kocht man Nudeln, Pilze, Wasserspinat, Kraut, Rindfleisch, Kräuter, Tofu,… echt lecker :) 

Um 20 Uhr werden wir beim Hotel vom Schlafbus abgeholt und fahren Richtung Hoi An.

Wednesday, November 6, 2013

Tag 10 & 11: Ha Giang & Umgebung – Hanoi – Ninh Binh



 An diesem Tag haben wir nicht viel vor, da wir am Tag zuvor schon in Ha Giang angekommen sind. Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir mit dem Motorrad durch die nähere Umgebung und entdecken ein paar schöne Plätze. 

 

Am Abend geben wir das Motorrad zurück und fahren anschließend mit dem Nachtbus (Schlafbus mit zu kurzen Betten) nach Hanoi. Nach 7,5 Stunden Busfahrt kommen wir um 4 Uhr morgens am Busbahnhof My Dinh in Hanoi an. Nach 2,5 Stunden Wartezeit fahren wir mit dem Bus weiter nach Ninh Binh. Nach insgesamt ca. 12 Stunden Reisezeit sind wir froh schon früh morgens im „Kinh Do“ Hotel unser komfortables Zimmer beziehen zu können.


Direkt im Hotel mieten wir uns einen Scooter und erkunden auf diesem die Umgebung. Erster Anlaufpunkt ist der größte Tempelkomplex Vietnams, die Bai Dinh Pagode. 



Eine beeindruckende buddhistische Tempelanlage welche unter der Woche kaum Besucher anzieht – umso besser für uns, denn wir sind fast alleine. 


 Hoa Lu ist unser nächster Stopp – die alte Hauptstadt der Dinh-Dynastie. Hier besichtigen wir zwei alte Tempel und besteigen einen Hügel, auf den ca. 250 Stufen führen. Uns bietet sich schöne Aussicht auf die Stadt und die Umliegende „trockene Ha-Long-Bucht“.